Die Aufgaben der Kulturstiftung des Bundes

Bild und Raum

Eine dieser Sparten ist Bild und Raum, in der Künstler und Kultur schaffende von der Stiftung gefördert werden, deren Ausstellung ein besonders förderungswürdiges Programm oder ein spezielles Thema beinhaltet. Die Kulturstiftung des Bundes ist wichtigster Förderer der etablierten documenta, die alle fünf Jahre in Kassel stattfindet. Die documenta gilt als Plattform junger, internationaler Kunst und ist für viele junge Künstler eine Drehscheibe für Kontakte. Der Markt zeitgenössischer Kunst wird auch durch die biennale bestimmt, die alle zwei Jahre stattfindet und von der Kulturstiftung gefördert wird. Neben diesen zwei großen und weitgehend etablierten Veranstaltungen finden zahlreiche Ausstellungen ihren Platz, die brisante, amüsante oder auch unangenehme Themen aufgreift. Die Wanderausstellung „Arisierung in Leipzig“ thematisiert das politische und gesellschaftliche Bild der Stadt Leipzig und seinem Wandel zu einem unruhigen Ort der Arisierung. Leipzig wurde einst sehr stark in seinem kulturellen Leben von den dort ansässigen Juden geprägt. Diese Prägung wurde mittels der Arisierung der Stadt aufgehoben und hat zu teils grotesken Veränderungen des Bildes der Stadt gesorgt. Leben und Werk des umtriebigen Künstlers Christoph Schlingensief ist eine weitere Ausstellung gewidmet. Im internationalen Kontext findet sich die Ausstellung „Afropolis“, die mehrfach in Europa und zudem auch im Goethe-Institut in Nairobi zu sehen war. Afropolis beschäftigt sich mit den wachsenden Städten Afrikas und deren kulturelle Herausforderungen. Themen wie „Essen“ oder „Kultur des Schenkens“, Gedanken zu Macht und Ästhetik sowie viele andere, spannende Themen werden in dem Bereich Bild und Raum der Stiftung gefördert.